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Die Joomla-Entwickler haben Version 3.0 ihres Open-Souce-CMS veröffentlicht. Viele neue Funktionen und responsive Standard-Templates für Website und Admin-Bereich, die auch auf Mobilgeräten funktionieren, rechtfertigen den großen Versionssprung.

Die Joomla-Entwickler haben Version 3.0 ihres Open-Source-CMS veröffentlicht. Der große Versionssprung ist gerechtfertigt: Joomla 3.0 glänzt mit vielen neuen Funktionen sowie neuen Standard-Templates für Website und Administrationsoberfläche, die im Sinne des "Responsive Webdesign" sowohl auf großen Bildschirmen als auch auf Mobilgeräten ansehnliche Ergebnisse liefern. Die zugrundeliegende Joomla-Plattform wurde auf Version 12.2 aktualisiert. Der webbasierte Installer wurde auf drei Schritte reduziert und vereinfacht. Diesmal stehen bei der Installation mehrere Sätze an Beispieldaten zur Wahl.

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Joomla 3.0 (7 Bilder)

Joomla 2.5 aktualisieren

Joomla 2.5 lässt sich über die automatische Aktualisierung auf das neueste Joomla 3.0 upgraden. Die Entwickler empfehlen allerdings, bei der LTS-Version 2.5 zu bleiben, wenn es keine konkreten Gründe für ein Upgrade gibt.

Das neue Admin-Template trägt den Namen der ägyptischen Gottheit Isis und unterscheidet sich in Bedienung und Optik deutlich von seinen Vorgängern. Im Gegensatz zum bei Joomla 2.5 verwendeten Template Bluestork funktioniert die Admin-Oberfläche von Joomla 3.0 auch auf Mobilgeräten mit kleinen Displays. Joomla 3.0 verwendet das HTML5-Framework Bootstrap und setzt auf ein flexibles Grid-Layout. Neu ist die Seitenleiste mit Menüpunkten, die durch Ausklapplisten am oberen Seitenrand ergänzt wird.

Wichtige Einstellungen liegen nun dichter beieinander; wer die Konfiguration öffnet, hat neben den globalen Systemeinstellungen über die Seitenleiste auch weitere Einstellungen zur Hand. Beim Bearbeiten von Beiträgen und Kategorien sind alle Funktionen nun als schmale Buttons oben verfügbar, während die Filterfunktionen in die Seitenleiste gewichen sind. Joomla 3.0 bringt mit Protostar auch ein neues Standard-Template für die Website selbst mit. Das responsive Template eignet sich ebenfalls für die Anzeige auf Mobilgeräten.

Dank jQuery unterstützt Joomla jetzt auch Drag & Drop, sodass sich Beiträge im Backend endlich mit der Maus umsortieren lassen. Aus Gründen der Abwärtskompatibilität ist auch das Mootools-Javascript-Framework noch enthalten, es soll aber langfristig aus Joomla verschwinden.

Joomla 3.0 setzt mindestens PHP 5.3.1 und MySQL 5.1 voraus. Bei Bedarf lässt sich jetzt auch PostgreSQL nutzen. Ein Upgrade von Joomla 2.5.x ist recht einfach über das Backend mit der automatischen Aktualisierung möglich, bei einer Standard-Installation von Joomla funktionierte das Upgrade ohne Probleme. Das gilt allerdings nicht unbedingt auch für Templates und Erweiterungen. Die Versionen 1.6 und 1.7 lassen sich auf diese Weise zunächst auf 2.5.x und dann auf Version 3.0 bringen. Wer noch Joomla 1.5.x verwendet, muss zunächst mit Hilfe der Erweiterung JUpgrade auf Version 2.5 aktualisieren.

Für Joomla 2.5 werden die Entwickler ab sofort keine Verbesserungen mehr liefern, sondern nur noch Sicherheits-Updates - diese allerdings noch bis Juni 2014, da es sich dabei um eine Version mit Langzeitunterstützung von 18 Monaten handelt. Die Unterstützung für Joomla 1.5 endet mit der Veröffentlichung von Joomla 3.0. Die neue Version des CMS steht über die Projekt-Website zum Download bereit.

Quelle:

http://www.heise.de/open/meldung/Joomla-3-0-Grosser-Versionssprung-fuer-das-freie-CMS-1715895.html